Über uns

Die Idee

Viele Menschen müssen für einen Konzertbesuch Hürden überwinden. Häufig sind die etablierten Konzertsäle zu weit weg, und Konzertkarten sind für den kleinen Geldbeutel unerschwinglich. Auch die Veranstaltungszeiten sind für ältere Bürger genauso wie für junge Familien ungünstig: Konzerte finden häufig abends statt, wenn man das Haus nicht mehr so gerne verlässt oder wenn mann eine kostspielige Kinderbetreuung organisieren müsste.

 Wir bringen die Musik zu den Bürgern

Hier schafft die Bürgersinfonie Lösungen. Klassische Konzerte können auch außerhalb der bekannten Konzertsäle stattfinden.  Auch in den weniger zentralen Wohngebieten gibt es geeignete Veranstaltungsorte, die auch von Bürgerinnen und Bürgern mit eingeschrängter Mobilität gut zu erreichen sind. Wenn sich genügend Unterstützer finden, muss eine Karte für ein hochwertiges klassisches Konzert nicht teurer sein als eine Kinokarte. Wir spielen unsere Konzerte am Wochenende und im Hellen.

Ein demokratisches Orchester – wir spielen ohne Dirigenten

Das Orchester Bürgersinfonie ist ein Sinfonieorchester, das ohne Dirigent auskommt. Je mehr Menschen zusammen arbeiten, desto höher sind die Anforderungenan die Koordination der individuellen Tätigkeiten. Das gilt gerade in einem Orchester, da hier viele Menschen zeitgleich dasselbe Stück aufführen. In herkömmlichen Ensembles wird diese anspruchsvolle Koordinationsaufgabe von einem Dirigenten ausgefüllt. Der Dirigent “gibt den Ton an” , d.h. er interpretiert die Komposition und bestimmt beispielsweise, in welchem Tempo und in welcher Dynamik die einzelnen Musiker ihren individuellen Part zu spielen haben. Die Bürgersinfonie geht andere Wege. Die Probenarbeit erfolgt demokratisch – jeder Musiker kann seinen Ideen in den kreativen Prozess einbringen. Die Vorschläge werden ausprobiert, und gemeinsam findet sich dann die endgültige Interpretation. Ohne Koordinator von außen müssen alle besonders sensibel aufeinander eingehen. Rücksichtnahme und Mitbestimmung (beides wichtige demokratische Parameter) prägen daher den musikalischen Prozess. Die besonders sensible Kommunikation der Musikerinnen und Musiker nimmt auch das Publikum wahr – die Begeisterung überträgt sich!

Wechselnde Besetzungen bei den Kammerkonzerten

Da wir die sinfonische Musik wie Kammermusik spielen, liegt es nahe, auch in kleineren Besetzungen Kammermusik aufzuführen. Bei der Bürgersinfonie gibt es daher verschiede Formationen, wobei wir gerne in großer (“quasi-sinfonischer”) Besetzung spielen, also nicht nur als Trio oder Quartett:

-          große gemischte Kammermusikbesetzungen (Streicher und Bläser, 7-9 Spieler)

-          Streichoktett

-          Holzbläseroktett

-          „BürgerBrass“ (10 Blechbläser)

-          und natürlich unser Sinfonieorchester mit ca. 35 Musikerinnen und Musikern

Auf diese Weise kommen alle Gruppen im Ensemble ausreichend zur Geltung, und die Zuhörerinnen und Zuhörer können sich über abwechselungsreiche Programme freuen.

Profimusiker/-innen mit sozialem Engagement

Die Orchestermitglieder sind studierte Musikerinnen und Musiker und meist freischaffend in Berlin und Umgebung aktiv. Um möglichst vielen Menschen den Zugang zu klassischer Musik zu eröffnen oder zu vertiefen, bietet die Bürgersinfonie nicht nur Konzerte, sondern darüber hinaus Workshops (z.B. Bläserworkshops für Posaunenchöre) und Kooperationsprojekte an. Laienensembles studieren einzelne Stücke zusammen mit der Bürgersinfonie ein und spielen im Konzert mit. Das ist für alle Beteiligten ein bereicherndes Erlebnis. Außerdem gibt es ein Projekt mit einer Grundschule in Hohenschönhausen (Feldmark-Schule), das den Schülerinnen und Schülern das Erlernen eines Blechblasinstruments ermöglicht (Mini-Brass-Projekt).

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